In den Abendstunden erreicht ein Zug die Station Wolfgang. Die Karte ist farblich ein wenig kitschig, das gelborange Abendrot und der Himmel passen nicht sehr gut und und die weisse Rauchfahne der G 3/4 ist zu gross. Die Colorierung der Dampflok hingegen finde ich gut gelungen. Die Karte wurde 1904 gestempelt.
Die kleine Tenderlok hat den letzten anstrengenden Aufstieg hinter sich. Nun gleitet die Strecke sanft dem Davosersee entlang bergab nach Davos Dorf. In Wolfgang gehört zum Bahnhof und dem kleinen Geräteschuppen auch eine Drehscheibe, welche dem
Schneepflug sowie der Mallet dienlich ist. Das dreistöckige Wohnhaus repräsentiert die gängige
Davoser Bauarchitektur.
Heute würde sich Tomas-
zewski beim Besuch seiner Heimat erstaunt die Au-gen reiben. Das ursprüng-liche Davos ist zu einer al-pinen Stadt herangewach-sen, die unverbauten weiten Wiesen gibt es kaum mehr
Und hatte hin und wieder eine Dampflok der Bergluft zugesetzt, so verunreinigt heute der Strassenverkehr die alpine Luft. Der Status eines Luftkurortes hat hier keine Berechtigung mehr.
Nach einigen schneereichen harten Winter bestellt die
Rh.B. neue Schneepflüge.
Sie besitzen einen liegen-den Keil, der den Schnee zuerst abhebt und einen weiter hinten angesetzten stehenden Keil, der diesen teilt und nach beiden Sei-ten auswirft. Gestossen wird der Davoser Pflug von der Mallet G 2/2 + 2/2 No. 22 Albula. Die Karte
Karte wird im bläulichen
Winterstyle angeboten.

Der moderne Schneepflug polarisiert und ist bei den Photographen ein beliebtes Aufnahmemotiv, so auch beim örtlichen Buchverlag Das Zweiergespann ist eine grosse Unterstützung für den Bahndienst, aber für die Feinarbeit benötigt er stets noch viele Schauffler Aufmerksam beobachten
diese den Pflug. Dahinter befindet sich die Davoser "Skyline".
Der erste Pflug liefert die Maschinenbaugesellschaft Basel um 1889, aber erst Anfang Februar 1892 ist der Einsatz nach massiven Schneefällen zum ersten Mal notwendig. Bis zu 50 cm Schneehöhen können die fest montierten Pflüge der Dampfloks verdrängen. 1897 liefert die SLM ein weiteres Teil und 1903 nochmals zwei Exemplare für die Albula Bahn.
Aus dem Dampflokzeit-alter sind Ansichtskarten vom Bahnhof Davos Dorf eher die Ausnahme. Nebst dem privaten Photo unten und einer colorierten Kar-te kenne ich keine weitere
Aufnahme des Gebäudes. Ein paar Reisende warten gelassen auf den nächsten Zug. Ein schönes Rhätische
Bahndokument; 1904 wird
die Karte nach Vlissingen
in Holland versendet.
Es ist Heu-Monat Noch gibt sie es; die unverbauten
Wiesen und Matten von Dorf bis Platz. Zwischen-durch fährt die Eisenbahn. Nach der kurzen Geraden folgt ein Übergang, eine leichte Kurve nach Links und danach der Bahnhof Dorf. Er könnte das Holz
gebäude sein. Vermutlich ist die Aufnahme aus der Zeit der LD Bahn, der Station fehlt ein Einfahrsignal.
Das ist eine einmalige Aufnahme eines unbekannten Photographen. Auf der Rückseite der Karte hat er folgendes vermerkt: Bahnhof Davos Dorf, 01. Juni 1915". Bei den Dampflokomotiven handelt es sich um
die No. 105 aus dem Jahr 1906 und um eine neuere Lok der Serie 124 - 128. Dies erkennt man an den unterschiedlich konstruierten Zylindern. Der Zug wird demnächst nach Klosters weiterfahren.
Mit der Rhätischen Bahn in die Natur. Das ist eine schöne Lithographie, mit der im Eigenverlag für die Umgebung von Davos geworben wird. Die Berge haben klangvolle Namen wie Tinzenhorn, Madrisa, Saaser-Calanda, Sivlretta oder Gletscherkamm. Der Rhätischen Bahn scheint es offenbar auch wichtig, den "Culminationspunkt" der Station Wolfgang von 1633 Meter zu erwähnen.

Mit Spannung erwarten
Einheimische die Ankunft sportbegeisterten Touristen aus aller Welt. Einige von den Gästen werden sogar Sportgeschichte schreiben. Bereits 1883 versuchen
Pioniere die ersten Geh-versuche auf Skiern, aber auch Ski springen, Bob-sleigh, Curlen, Telemark,
Hockey, Schlitteln oder Eiskunstlaufen begeistern die angereisten Gäste. .
Der C.P.N. Verlag fotogra-hiert den Pflug zusammen mit der Mallet im Platz. Rechts wartet eine G 3/4, bis das Gespann das Gleis für ihr Manöver freigibt. Am Hang links wurde im Jahr 1934 einer der ersten Schweizer Bügellift gebaut, er erhielt den Namen "Bol-genlift". Damit waren die Zeiten der mühsamen Auf-stiege auf Skier vorbei und das Skifahren machte nun noch viel mehr Freude.
Endstation ist Davos Platz
Einige Kutscher erwarten weitere Besucher. Für mich ist Davos ein Skiparadies. Ich habe in meiner Jugend
eine Saison im Pistendienst bei den Jakobshornbahnen gearbeitet und dabei viele schöne Erinnerungen mit-genommen. Im Sommer hingegen finde ich den Ort unattraktiv. Breite Strassen, kein richtiger Dorfkern, es mangelt auch an gemütli-chen und heimligen Beizlis
Dies ist eine der seltensten und schönsten Bahnkarte der Rhätischen Bahn. Ein ansehlicher Zug wartet in Platz auf die Abfahrt, vor-gespannt ist eine der G 3/4 Dampflok. Bei der Einwei-hung im Jahr 1890 stehen folgende Personenwagen zur Verfügung: sechs 1/2 Klasse drei 2/3 KLasse sowie vier- zehn 3 Klasse.-, ausserdem drei Gepäck- und einund-zwanzig Güterwagen.
Diese Künzli - Tobler Karte zeigt die Gesamtansicht des neuen Bahnhofs, einige Hotelkutschen, das alte provisorische Stationsgebäude, die beiden Kirchen und Gebäude entlang der Dorfpromenade. Eine G 3/4 trifft ein. Die Linie nach Filisur mit Anschluss an die Albulabahn ist in Planung und wird 1909 eröffnet.
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