Diese Karte veröffentlicht die Elektrizitäts Gesellschaft Alioth aus Münchenstein. Alioth war eine Firma für Konstruktionen und Fertigungen von elektrischen Eisenbahn Ausrüstungen. Gemeinsam mit der SIG aus Neuhausen lieferte sie der Berninabahn die robusten BCe4 Triebwagen. Auf dieser Werbekarte befinden sich zwei Exemplare mit einem gemischten Zug auf Inspektionsfahrt auf dem 2253m gelegenen Hospiz.
Das Stationsgebäude wird vom St. Moritzer Architekten Nico- laus Hartmann (1880-1956) gebaut Er entwirft auch das Beamtenwohnhaus, die Umfor-merstation, die Remise mit der Drehscheibe und den Bahnhof von Alp Grüm. Diese Karte zeigt das Stationsgebäude im ursprünglichen Zustand. 1925 wird das kleine Gebäude nach Hartmanns Plänen erweitert.
Hier haben wir eine Aufnahme mit einem wuchtigen Gebirgszug.
Damit dieser und der Gletscher noch imposanter wirken, hat der Wehrli Verlag die Karte gefakt. Man schneidet den hinteren Teil des Lago Bianco aus und schon
sind die Berge näher beim Betra-chter. Der Photographen Stand-punkt ist übrigens ein herrliches Plätzchen; ich war einmal hier beim Sonnenaufgang. Die ersten
Strahlen erscheinen, bescheinen die Bergspitzen und arbeiten sich gemächlich in Richtung des Lago Bianco vor. Was nebst der visuel-len Schönheit bemerkenswert ist, ist diese friedliche Ruhe. Einfach nur zum Geniessen!
Das Stationsgebäude wurde nun
erweitert; einen Vergleich liefert die obere Postkarte. Zusätzlich
erhält der Bahnhof ein weiteres seeseitiges Gleis. Soeben verlässt der BCe4 mit einem Bz, Fc und dem G 209 den Pass in Richtung Bernina Häuser. Ob der schönen Lady neben der Station der Zug vor der Nase abgefahren ist? Der Bahnhofvorstand geniesst auf je-den Fall die schöne Aussicht und wird ihr das Restaurant Bahnhof nebenan empfehlen.
Diese Karte ist gelegentlich auf Auktionen erhältlich. Sie wurde zusätzlich in einem Leporello in-tegriert, welches Dr. Buomberger zusammen mit dem bekannten Photoglob Verlag veröffentlicht hat. In den Anfangsjahren des Bahnbetriebs lässt der BCe4 No. 10 den Gegenzug passieren und wartet nun mit zwei Güterwagen
auf die Weiterfahrt. Die Station macht mir einen verlassenen Ein-druck. Der Schatten weist auf die Mittagszeit hin, vermutlich befinden sich alle im Restaurant.
Mit der Fertigstellung der neu ausgebauten Passtrasse eröffnet 1865 das rustikale Hotel Ber-nina Hospiz. den Betrieb. Hier
kann man auf halbem Weg über den Pass gemütlich übernachten, eine Mahlzeit geniessen und zu- mindest einen Schluck Veltliner bei Nicolay Wedrosy trinken. So auch der Kartenschreiber. Am
7. Juni 1911 datiert er die Karte Links oben am Hotel hat er ein Schild entdeckt, das anzeigt, wie hoch die Schneeverwehungen am 24. Mai 1878 waren.
Sehr schön kommt das originale
Gebäude zur Geltung An dessen Seite hat der Portier die Wein-fässer deponiert.
Interessant zu wissen: Vor der Bahn existieren auf dem Gebiet des heutigen Stausees zwei na- türliche Seen; der Lago Bianco und der südlich anschliessende Lago della Scala.
Vor dem Hotel ist reger Betrieb.
Zwei Mauleselreiter blicken in
Richtung des Photographen, eine Postkutsche wartet neben dem
Hotelportal, rechts davon steht ein Fuhrwerk und im hinteren Bereich befindet sich ein ausge-richteter Wagenpark. Alles ist geordnet und picobello. Ich ver-mute, der Fotograph hat einiges davon arrangiert und wirbt so auf positive Art für das Hospiz
Skifahrer ahoi! Für den BCe4
und die eifrigen Kollegen des Wintersports ist hier eindeutig Endstation, denn das weiter- führende Gleis ist vollkommen mit Schnee bedeckt. Ich frage mich, wo die Skifahrer nun den Bahnhof verlassen können und wo sie ihre Bretter laufen lassen möchten. Diese Winterkarte ist perfekt photographiert und der
Wehrliverlag veröffentlicht sie in einem schönen Hellblau.
Standhafte Männer mit Schnauzer und langen Holzlatten
Die Laternen für die Rückfahrt nach Pontresina hat der Lokführer vorbereitet
Diese Engadin Press Karte ist besonders. Der Motorwagen 5 ist angekommen und die Gäste spazieren zum Restaurant Bahnhof. Die ursprüngliche Stationsbezeichnung Bernina Hospiz wird mit der Entdeutschung später auf Ospizio Bernina geändert, weil das Gebiet zur italienisch sprechenden Gemeinde Posciavo gehört. Im Hintergrund steht ein Bauzug. Der Bahnarbeiter rechts auf der Karte beobachtet interessiert die noble Gesellschaf auf dem kurzen Weg zum Restaurant.
*** Von Tirano nach Zermatt, eine historische Bahnreise ***









